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HomeHeimatvereinVereinsgeschichte

Die Geschichte unseres Vereins beginnt mit der ersten kommunalen Neuordnung in unserem Heimatgebiet.

Im Jahre 1917 gab die Gemeinde Hiesfeld ihre Eigenständigkeit auf und wurde geteilt:
der nördliche Teil kam nach Dinslaken, der südliche wurde von der Stadt Sterkrade übernommen.

In den neuen Gemeinderat von Sterkrade wurde auch ein Schmachtendorfer gewählt:
Wilhelm Wesendonk. Obwohl er die Wünsche der Schmachtendorfer im Sterkrader Rat eifrig vertrat, bemerkte er bald, da es noch größerer Aktivitäten bedurfte, als er sie alleine entwickeln konnte, um bestimmte Probleme unseres Ortes zu lösen. Deshalb schloß er sich zunächst dem Verkehrsverein Sterkrade an, gründete aber dann im Jahre 1922 eine Bürgerinitiative in Schmachtendorf und nannte sie "Verkehrsverein Sterkrade-Nord".
Ein Verkehrsproblem gab auch den Hauptanstoß zu dieser Gründung, denn es ging um die Unterführung am Bahnhof Holten. Die Stadt Sterkrade hatte bei der Eingliederung Schmachtendorfs die Zusage gegeben, die seit langem geplante Unterführung zu bauen. Es war ein Projekt, auf dessen Realisierung die Schmachtendorfer 80 (!) Jahre lang, bis 1984 warten mußten.
Seine Hauptaufgabe sah der Verein damals in einem zeitgemäßen Verkehrsanschluß, womit vor allem die Verlängerung der Straßenbahnlinie von der Gaststätte Lagermann bis zum Bahnhof Holten gemeint war. Leider wurde diese Arbeit durch die Ruhrbesetzung - Schmachtendorf war damals von einem belgischen Kommando besetzt - für gut zwei Jahre bis 1925 unterbrochen. Nach dem Abzug der Besatzungstruppen lebte die Tätigkeit des Vereins wieder auf.
Mitte November 1926 stellte er erstmals einen Antrag auf Einrichtung einer Apotheke im Ort, und gegen Ende des Jahres bemühte er sich um pünktliche Zustellung der Post, da es hier noch kein Postamt, sondern nur eine Poststelle in der Gaststätte Schlagregen gab.


Am 27. November 1926 wurde die erste Vereinssatzung festgelegt, die dann am 22.11.1927 ins Vereinsregister beim Amtsgericht eingetragen wurde.

Die bemerkenswerte Tätigkeit des Vereins umfaßte bis Anfang 1933 die Verbesserung der ungenügenden Straßenverhältnisse, die Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrs mit Straßenbahn und Bus und die Einrichtung einer Apotheke im Ort. Besonders bemühte er sich um die Erhaltung der Verwaltungsnebenstelle in Schmachtendorf.

Die schwierige wirtschaftliche Lage des Deutschen Reiches, vor allem die Weltwirtschaftskrise 1929 und die aufkommende Arbeitslosigkeit Anfang der dreißiger Jahre bremsten die Arbeit des Vereins außerordentlich. Zudem kam die Vereinstätigkeit durch die Zusammenlegung der drei Städte Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade zu Groß-Oberhausen im Jahre 1929 für kurze Zeit zum Stillstand, weil diese kommunale Neugliederung ganz andere Verhältnisse geschaffen hatte.
Im Jahre 1933 wurde der Verein im Zuge der Gleichschaltung von den Behörden aufgelöst, weil, wie es damals offiziell hieß, für seinen Tätigkeitsbereich keine Aufgaben mehr vorhanden waren.

Nach den bösen und entbehrungsreichen Jahren bis 1945 und der ersten Nachkriegszeit sammelte Wilhelm Wesendonk erneut verantwortungsbewußte Bürger aus unserem Ort und begann wieder mit der Vereinsarbeit. Eine neue Satzung wurde am 3. April 1948 von den Mitgliedern gebilligt. Da sich nun im Verein Bürger aus den Stadtteilen Holten, Schmachtendorf und Königshardt zusammengeschlossen hatten, wurde der Name des Vereins in "Verein für Verkehr und Heimatkunde Oberhausen Nord e.V." umgewandelt.

Zum Aufgabenbereich gehörten damals zwei besondere Anliegen: Einmal übte sich der Verein darin, das Sprachrohr der Bevölkerung zu sein für ihre Sorgen und Wünsche, zu denen besonders die Wünsche bezüglich der Verkehrsverbindungen zur Stadtmitte gehörten, und zweitens pflegte er die Geschichte der Heimat, die er in Form von Vorträgen verschiedener Kenner unserer Heimat seit Mitte 1949 auf die Tagesordnung brachte.

Im März 1950 trat Wilhelm Wesendonk aus Alters- und Gesundheitsgründen zurück und Dr. Willi Tenter übernahm die Vereinsleitung. Er behielt sie aber nur bis zum September 1951, weil er aus beruflichen Gründen verzog.

Seit dieser Zeit leitet Karl Lange den Verein in der begonnenen Weise weiter und gestaltet bis 2002 in seltener Kontinuität die erfolgreiche Arbeit.

Im weiteren Verlauf wurde der Aufgabenbereich des Vereins erweitert. Er lädt seit dieser Zeit Behördenvertreter, Dezernenten, Stadtverordnete, Vertreter der Industrie und andere Fachleute ein, die zu aktuellen örtlichen, zum Teil auch überörtlichen Problemen sprechen und die Bevölkerung informieren.

1952 wurde zur Pflege der Geselligkeit erstmals ein Sommerausflug unternommen, der wie die Maiwanderungen seit 1953 zum jährlichen Programm gehört.
 

Vor weitere Aufgaben sah sich der Verein gestellt, als die Stadt Oberhausen in den Jahren 1953/54 erklärte, daß der Norden zukünftiges Entwicklungsgebiet für die Stadtplanung sei, da die Zukunft Oberhausens im Norden liege. Der Verein war bemüht, beim Bau der Siedlungen Dellerheide und am Sandhügel - kräftig unterstützt von seinem zweiten Vorsitzenden und Stadtverordneten Ewald Sauerborn - gestaltend Einfluß zu nehmen, was auch hier, wie bei vielen anderen Projekten, in einem gewissen Maße gelang.

Seit März 1954 führte der Verein in Verbindung mit der Städt. Volkshochschule Oberhausen Veranstaltungen zur Erwachsenenbildung und mit den Städt. Bühnen Theaterbesuche durch.
Gleichzeitig begann der Verein, die heimatliche Landschaft durch Markierung von Wanderwegen zu erschließen, zu deren Ergänzung 1957/58 drei große Wandertafeln im Orte aufgestellt wurden.
1959 begann der Bau der Holland-Autobahn, bei deren Planung der Verein in Bezug auf Straßenbrücken, Begrünung u.a. mitwirken konnte.
Im Herbst 1959 veröffentlichte der Verein das erste Heft einer Schriftenreihe zur Geschichte unseres Ortes. Das umfangreichste Heft dieser Reihe ist die Festschrift zur 200-Jahr-Feier Schmachtendorfs im Jahre 1962. Die Veranstaltungen zu diesem Fest waren bis dahin die größten in unserem Ort. Dabei zeigte sich wieder einmal, wie gut Ortsvereine zusammenarbeiten, wenn man ihr Tun entsprechend koordiniert; der historische Festzug - er lockte laut Polizeibericht 35000 Zuschauer in unseren Ort - war ein beredtes Zeugnis dafür.
Weitere Heimathefte wurden in zwangloser Folge veröffentlicht.

In den Jahren 1973 und 1976 führte der Verein zwei bemerkenswerte Fragebogenaktionen durch, wobei jeweils 5000 Fragebogen verteilt wurden. Ihnen lag die Absicht zugrunde, von den Bewohnern des Oberhausener Nordens zu erfahren, was ihnen hier am Ort gefüllt oder fehlt. Es sollte herausgefunden werden, ob es in Schmachtendorf Leute gibt, die eine Aufwertung unseres Ortsteils begrüßen würden, die Ideen haben, wie man eine solche Belebung erreichen kann, wie man Schmachtendorf zu einem unverwechselbaren Ort hinsichtlich seiner gesellschaftlichkulturellen wie baulichen Gestaltung entwickeln kann. Die bedeutsamen Ergebnisse dieser umfangreichen Erhebungen flossen in die Arbeiten zweier Planungsgruppen ein, die das Gebiet unseres Stadtteils neu überplanten.


Mit Beginn der 80er Jahre hat der Verein sein Hauptaugenmerk auf die Arbeit im kulturellen Bereich unseres Ortsteils gerichtet.
Seit 1980 besteht der Mundart-Kreis, der in Verbindung mit der Volkshochschule die Ortsmundart - das "Hiesfelder Platt" - erfolgreich sammelt und pflegt. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ unsere Gruppe mit einer Darbietung auf dem Rheinlandtag 1984, den der Landschaftsverband Rheinland in der Luise-Albertz-Halle ausgerichtet hatte. Das Ergebnis dieser Tätigkeit dokumentiert das erste Mundartbuch innerhalb der Jahreshefte des Vereins, das schon in der dritten Auflage erschienen ist. Inzwischen gibt es noch ein weiteres, "De Schommeltreck" genannt.
Im Jahre 1985 gelang es dem Verein in Verbindung mit der Verwaltung und den Schaustellern die Schmachtendorfer "Krööß-Kirmes" wieder am alten Platz in der Ortsmitte aufleben zu lassen. Unter der Mitwirkung der Schmachtendorfer Vereine und der Kirchengemeinden erwächst sie wieder zu einem von der gesamten Bevölkerung herbeigesehnten Treffen traditioneller Art für alle Einwohner des Ortes.

Inzwischen ist Schmachtendorf zu einem wirtschaftlich bedeutenden Nebenzentrum herangewachsen, ist ein begehrtes Wohngebiet geworden und entwickelt eine Vielzahl an kulturellen Aktivitäten. Seit 1983 veranstaltete der Verein 5 große Konzerte und 4 umfangreiche Ausstellungen der Laienkünstler.
Dieser Bürgerhaltung fühlt sich der Verein in seiner Arbeit für die Bevölkerung immer verpflichtet. Deshalb darf er für sich in Anspruch nehmen, zu dieser Entwicklung einen beachtenswerten Beitrag geleistet zu haben.
Um die Verbundenheit mit dem Ortsteil auch nach außen hin zu dokumentieren, nennt sich der Verein seit 1987 "Verein für Verkehr und Heimatkunde Schmachtendorf e.V.".


Das Ergebnis der vielen gemeinsamen Aktivitäten war die erlebnisreiche Festwoche. Während des Ortsjubiläums vom 8. bis 17. Mai 1987 zählte man mehr als 10000 Besucher bei den zahlreichen Veranstaltungen im "Dorf", bei denen Grubenfahrten auf dem Nordschacht des Bergwerks Osterfeld und Hubschrauberrundflüge besonders begehrt waren. Dabei gedieh der abschließende historische Festzug zum außergewöhnlichen Höhepunkt dieses einmaligen Ereignisses. Die Begeisterung der Bevölkerung gipfelte darin, dass 974 aktive Teilnehmer in 63 Gruppen mit 56 Fahrzeugen und 54 Pferden einen farbenprächtigen Umzug gestalteten. Laut Polizeibericht waren 100000 Gäste nach Schmachtendorf gekommen.
Im Rahmen dieses Jubiläums wurde mit dem Filmklub der VHS Oberhausen zusammen ein Film über Schmachtendorf gedreht, der in 75 Minuten Ort und Festwoche eingehend dokumentiert.

Die Vereinsarbeit der seither vergangenen Jahre war bestimmt durch die Planungen zur Neugestaltung der Schmachtendorfer Ortsmitte. In kreativer Zusammenarbeit von Bürgerschaft, Rat und Verwaltung wurden sie zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Sie setzten neue städtebauliche Akzente in unserem Ortsteil und verleihen ihm ein unver-wechselbares Gesicht.

Am Kirmessamstag 1989 gestaltete der Verein eine Feierstunde unter Mitwirkung anderer Vereine und Schulen, in welcher der neugestaltete Marktplatz offiziell an die Bürgerschaft übergeben wurde.
Am 12. Oktober 1991 stellte der Künstler Otto Wesendonck im Auftrage des Vereins den Brunnen auf dem Schmachtendorfer Marktplatz auf, nachdem die Stadt Oberhausen die Wassertechnik hatte einbauen lassen. Der Verein hat für diesen Brunnen 90.000,-- DM bei Banken, Bürgern, Industrie und Stadt zusammengetragen. Alle Vereine, Schulen und Chore unseres Ortsteils haben die Feier zur übergabe des Brunnens an die Bevölkerung durch Oberbürgermeister van den Mond mitgestaltet. Der VHS-Filmklub hat darüber zwei Filme gedreht.

Seit 1989 gibt der Verein einen Veranstaltungskalender heraus, der in einer Auflage von 5.000 Exemplaren erscheint. Er enthält alle Veranstaltungen (über 250) der örtlichen Vereine, Schulen und Kirchengemeinden und wird kostenlos ausgegeben.

Von den Jahresheften - inzwischen sind 14 Ausgaben erfolgt - wird bei jeder Veröffentlichung eine Bücherspende an die Seniorenheime in unserer Stadt verschenkt.


Nicht ganz ohne geschichtliche Ironie ist das Thema "Straßenbahn nach Schmachtendorf". Es hat ursprünglich mit zur Gründung des Vereins geführt und beschäftigt uns erneut sehr intensiv im 75. Vereinsjahr!

Mit einem festlichen Wochenende beging der Verein sein 75-jähriges Bestehen. Unter Mitwirkung der Ortsvereine gestaltete er eine mehrtägige Ausstellung der örtlichen Hobbykünstler, ein Kirchenkonzert mit 220 Aktiven, einen Mundart-Abend und eine Feierstunde, bei der Prof. Dr. Jürgen Gramke, der Ehrenvorsitzende des Vereins "Pro Ruhrgebiet", die Festrede hielt.
Zur Erinnerung an das Vereinsjubiläum pflanzten Vereinsmitglieder 1998 drei Eichen in der Ortsmitte und stellten im Frühjahr 1999 sechs Bänke an besonderen Punkten im Außenbereich unseres Ortes auf.

Seit August 1998 bemühte sich der Verein mit Erfolg um die Erhaltung zweier 250-jähriger Eichen - sie wurden unter Naturschutz gestellt!

Im Sommer 1999 begannen die Frauen des Kunstkreises mit der Fortführung der Mosaikarbeiten am Bahnhof Holten, die 1985 begonnen worden waren und einige Jahre geruht hatten. Sie war möglich geworden durch eine bedeutende Geldspende, die Oberbürgermeister Drescher vermittelt hatte.

Im Mai dieses Jahres konnte der Verein aus Anlaß des 100-jährigen Postjubiläums in Schmachtendorf eine sehenswerte Ausstellung über die Entwicklung des Postverkehrs in unserem Ort zusammenstellen. Parallel dazu zeigte der Oberhausener Philatelisten-Verein eine ansprechende Briefmarkenwerbeschau.


Auch in Zukunft wird der Verein seine Arbeit in dieser Weise fortführen, stets in Verbindung mit der gesamten Bürgerschaft und den Ortsvereinen, die zumeist korporative Mitglieder sind.
Der Vorstand schätzt sich glücklich über die engen Kontakte zur Ortspresse, zum Rat der Stadt Oberhausen, zu den politischen Parteien, zu vielen Einrichtungen des öffentlichen Lebens und der Industrie und über die vielfache Resonanz, die er bei seiner Tätigkeit erfahren konnte.

Im März des Jahres 2002 tritt nach 51 Jahren Vereinsvorsitz Karl Lange von seinem Amt zurück. Im Jahr davor wurde er zum 50-jährigen Jubiläum in einer beeindruckenden Ver-anstaltung in der Luise-Albertz-Halle in Oberhausen durch den Verein "pro Ruhrgebiet" zum "Bürger des Ruhrgebiets" ernannt.


Zum Nachfolger wird der 2. Vorsitzende, Friedrich Jobs, gewählt. Karl Lange erhält den Titel des Ehrenvorsitzenden, von dem sich die Versammlung wünscht, daß er auch weiterhin noch lange im Verein engagiert tätig bleibt.

Schmachtendorf, im Juli 2002

 

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Nikolausmarkt
verkaufsoffener Sonntag
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